Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung 2011

Seit 2006 haben sich jährlich immer mehr Schulen in Schleswig-Holstein für das Projekt „Niemanden zurücklassen“ beworben: Inzwischen nehmen rund 200 Schulen am Projekt „Lesen macht stark“ teil, und rund 160 Schulen sind am Projekt „Mathe machtstark“ beteiligt.

 Auch wenn die längsschnittliche wissenschaftliche Begleitung des Projektes „Lesen macht stark“ durch die Umwandlungsprozesse an Schulen eingeschränkt wird, haben frühere Vergleiche von Leistungszuwächsen gezeigt, dass das Projekt „Lesen macht stark“ an der Mehrzahl der beteiligten Schulen zu großen Gewinnen in der Lesekompetenz geführt hat.Die Effekte des Programms auf die Leseleistungen schwanken allerdings zwischen den Projektschulen erheblich. Die diesjährige Befragung zur Umsetzung des Projekts erbrachte hier Hintergrundinformationen zu möglichen Ursachen. Das diagnostische Angebot findet zwar trotz erhöhtem Aufwand und Kosten (Hefte selbst runterladen und drucken) weiterhin Zuspruch, doch die Nutzung schwankt stark zwischen den Schulen und innerhalb der Schulen. Die Testergebnisse belegen hier, dass für die Regional- und Gemeinschaftsschulen hinsichtlich der Heterogenität der Schülerschaft nahezu gleich hohe Herausforderungen bestehen. Während die Lesemappen in Stufe 5 und 6 von fast allen beteiligten Schulen genutzt werden, sinkt der Einsatz ab Stufe 7 ab. Auch wenn der überwiegende Anteil der Schulen angibt, dass das Projekt von einer Mehrheit unterstützt wird, sind die Anteile der in der Leseförderung aktiven Lehrkräfte an den Schulen sehr unterschiedlich hoch. Während es einigen Schulen sogar gelingt, das gesamte Kollegium einzubinden, findet sich dennoch eine größere Gruppe von Schulen, an denen einige wenige Kollegen sich in der Leseförderung bemühen.Schriftliche handlungsleitende Konzepte zur Leseförderung und eine regelmäßige Auswertung der Projekterfolge durch die Schulleitung sind noch nicht überall implementiert. Dennoch gibt es hohen Zuspruch für das Projekt und die Aussagen der Schulen belegen, dass der Stellenwert der Leseförderung sich deutlich verbessert hat. Damit ist ein erstes Ziel erreicht. Dennoch bedarf es andauernden und weiteren Engagements, damit die schwächeren Schülerinnen und Schüler ausreichende Lesekompetenzen ausbilden.  

Dr. Gesa Ramm, Prof. Dr. Olaf Köller, Prof. Dr. Jens Möller, Prof. Dr. Aiso Heinze,      Karin Rogalski: Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung 2011

 

 

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