Praxistipp Erarbeitung eines Rap - Liedtextes

Praxistipp von Frau U. Haack-Mißfeldt, Lunden

 

Kurz nach den Osterferien 2009 begann ich in einer 5. Klasse mit der Erarbeitung eines Rap - Liedes. Ich ging dabei so vor, wie es uns bei der vorbereitenden Fortbildung zum Projekt „Rap dich stark“ von Herrn Dembowski empfohlen worden war. Der Zeitumfang der Unterrichtseinheit zur Erstellung des Textes belief sich auf fünf Deutschstunden.

 

In der ersten Deutschstunde besprach ich mit den SchülerInnen, was Hip-Hop bedeute und was beim Schreiben eines Rap - Textes zu beachten sei. Anschließend nutzte ich das Bewegungsspiel, wie es im Arbeitsheft von Knut Dembowski „Freestyle. Let´s do Hip-Hop für Einsteiger“ auf Seite 14 als Gemeinschaftsaktion 1 vorgeschlagen wird. Danach ging ich weiter nach diesem Arbeitsheft vor und machte mit den SchülerInnen Reimübungen, wie auf Seite 18 als Gemeinschaftsaktion 9 und 10 vorgegeben. Hausaufgabe war dann das Texten eines Vierzeilers (siehe Arbeitsheft S. 14, Gemeinschaftsaktion 2). Der eigene Name sollte darin vorkommen sowie etwas, was der „Rapper“ – also der Schüler -  besonders gut kann.

 

Nach dem Vortragen der Hausaufgabe wurde der Klasse vermittelt, dass ein richtiger Rap vom „Flow“ lebe. Darunter versteht man lautes und zügiges Sprechen von auswendig gelernten Texten. Anhand der Gemeinschaftsaktion 13 im Arbeitsheft auf Seite 20 wurde dieses dann geübt. Anschließend sollte ein Cluster zu „Lies mit“ erstellt werden. Hausaufgabe der Kinder war es, Reime zu einigen der geclusterten Wörtern zu finden.

 

Nach einer Wiederholung des bisher Erlernten wurde in der dritten Deutschstunde an der Tafel zusammengetragen, welche der geclusterten Wörter die Kinder in ihrer Hausaufgabe für ein Reimlexikon ausgewählt hatten. Die SchülerInnen bekamen anschließend die Aufgabe, in Partnerarbeit zu drei an der Tafel stehenden Begriffen mit Hilfe von vorgefertigten Arbeitsbögen ein Reimlexikon zu erstellen. Die Bögen wurden dann zwecks Durchsicht eingesammelt.

 

In der vierten Deutschstunde wurde zunächst geklärt, was ein reiner und was ein unreiner Reim ist. Anschließend gingen die Reimlexikonbögen zurück an die jeweiligen SchülerInnen. Pro Gruppentisch sollten  die Bögen dann mit Hilfe des Dudens ergänzt und sauber abgeschrieben werden.

 

Die vom Lehrer kontrollierten Reimlexikonbögen wurden in der fünften Stunde im Klassen- und Gruppenraum aufgehängt. Aufgabe der Kinder war es dann, zu den einzelnen Begriffen des Clusters, also zu den Oberbegriffen des Reimlexikons, einen Satz zu formulieren und dazu dann einen sich reimenden zweiten, dritten oder vierten. Die entstandenen Zwei-, Drei- oder Vierzeiler wurden von mir eingesammelt. Aus einigen dieser Reime entstand dann der Rap - Liedtext.

 

Dieser wurde danach von der Musiklehrerin passend an ein Instrumental-Rap-Stück (von der CD zum o.g. Arbeitsheft) angeglichen. Musik- und Klassenlehrerin übten das Musikstück anschließend mit den Kindern ein.

 

Literaturtipp

Knut Dembowski: Freestyle. Let´s do Hip-Hop für Einsteiger. Auer Verlag.

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