Projektinformation

Im Schuljahr 2013/14 startete das Projekt zur Diagnose und Förderung schriftsprachlicher Kompetenzen im Anfangsunterricht „Niemanden zurücklassen – Lesen macht stark Grundschule“ mit einer Pilotierung an 10 Schulen.

Mit Beginn des Schuljahres 2014/15 wurde das vom Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig Holstein koordinierte Projekt in 100 Schulen im ersten Schuljahr gestartet und 2015/16 in Klasse 2 fortgesetzt.

In den Schuljahren 2015/16 und 2016/17 wurde das Projekt auf weitere Schulen ausgeweitet bzw. fortgeführt.

Mit Beginn des Schuljahres 2016/17 wurde das Projekt auf die Klassenstufen 3 und 4 ausgeweitet und startete zum Schuljahr 2016/17 mit der Pilotierung an 10 Pilotschulen. Ab dem Schuljahr 2017/18 wird das Material in der Klassenstufe 3 und 4 eingesetzt werden.

Die Zielsetzungen des Projekts LMS - Grundschule sind

- das frühzeitige Erkennen der Kinder mit Schwierigkeiten beim Schriftspracherwerb

- die Ableitung individueller Förderung, basierend auf den diagnostischen Erkenntnissen

- die Dokumentation der Lernentwicklung für Elternarbeit und Förderplanarbeit mit Fachkräften

- die Prävention von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten

 

Hierzu wurde ein lehrwerksunabhängiges Konzept mit mehreren Meilensteinen entwickelt:

  • In Zusammenarbeit mit dem Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache der Universität zu Köln, dem Leibnitz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik an der Universität Kiel und mit dem Cornelsen-Verlag wurde ein zweigliedriges Arbeitsmaterial aus Schüler- und Lehrerheft entwickelt, das Diagnose- und Förderaufgaben enthält.
  • Die beteiligten Lehrkräfte werden in regelmäßigen regionalen Fortbildungsveranstaltungen auf die Durchführung der einzelnen Meilensteine vorbereitet, die daraus abgeleiteten Fördermaßnahmen werden thematisiert und Erfahrungen ausgetauscht.
  • Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch Prof. Becker-Mrotzek und das Team des Mercator-Instituts der Universität zu Köln, die Pilotierung und Evaluation leiten Prof. Dr. Olaf Köller (IPN, ehemals IQB) und Dr. Gesa Ramm (IQSH).
  • Die Leitung und Steuerung des Projekts "Niemanden zurücklassen" erfolgt unter der Federführung von Dr. Thomas Riecke-Baulecke (Direktor des IQSH) durch das Projektleitungsteam im Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen in Schleswig-Holstein (Petra Fojut, Abteilungsleiterin der Abteilung Fort- und Weiterbildung; Jutta Weiß, Projektkoordinatorin der Säule "Lesen macht stark"; Birgit Tietgen, Sachbearbeiterin).